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03. Juni 2026

Eichenprozessionsspinner im Gemeindegebiet Borchen nachgewiesen

Eichenprozessionsspinner

Die Gemeinde Borchen bittet Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Wachsamkeit

Im Rahmen routinemäßiger Kontrollen des gemeindlichen Bauhofes wurde erstmals im Gemeindegebiet ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) festgestellt. Aktuell betroffen sind die Wirtschaftswege „Imbsenburgweg“ und „Im Alten Felde“ in Alfen. Die Gemeinde hat bereits erste Maßnahmen ergriffen.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners breiten sich in der Region weiter aus. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Nachbarkommunen einen rasanten Anstieg der Befallszahlen meldeten, ist der Schädling nun auch in Borchen angekommen. Die Raupen besiedeln vor allem freistehende, ältere Eichen an Waldrändern, Feldern oder Wiesen. Die Gespinstnester wurden vom Bauhof im Rahmen routinemäßiger Kontrollen an den Wirtschaftswegen „Imbsenburgweg“ und „Im Alten Felde“ im Ortsteil Alfen entdeckt.

Die Gemeinde Borchen reagiert umgehend und bringt derzeit entsprechende Warnbeschilderungen an den betroffenen Wegen an. Zudem ist der gemeindliche Bauhof stetig im Einsatz, um das Gemeindegebiet zu kontrollieren. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass im Laufe der Zeit weitere Nester entdeckt werden.

Wo liegen die gesundheitlichen Risiken?
Die Gefahr geht von den mikroskopisch kleinen Raupenhaaren aus, die ein aggressives Nesselgift enthalten. Sobald man mit ihnen in Berührung kommt oder sie einatmet, drohen gesundheitliche Gefährdungen, insbesondere allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren. Dies kann sich unter anderem durch stark juckende Hautausschläge, Rötungen und Quaddeln äußern. Zudem können die Haare die Atemwege massiv reizen, was von trockenem Husten bis hin zu schwerer Atemnot führen kann.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger
Da sich der Eichenprozessionsspinner zunehmend ausbreitet, werden wir in der Region langfristig mit seinem Vorkommen leben müssen. Umso wichtiger ist ein umsichtiger und verantwortungsvoller Umgang mit der Situation. Bitte halten Sie grundsätzlich Abstand von befallenen Stellen und fassen Sie weder die Raupen noch ihre Nester an. Falls Sie dennoch mit den gefährlichen Brennhaaren in Berührung kommen, sollten Sie sofort die Kleidung wechseln und sich gründlich duschen. Sobald allergische Reaktionen oder Atemnot auftreten, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Zuständigkeiten und Bekämpfung
Vorrangig wird eine Bekämpfung dort durchgeführt, wo Menschen besonders gefährdet sind. Dies betrifft insbesondere das Umfeld von Kindertageseinrichtungen, Schulen oder Spielplätzen. Diese Bereiche werden vom Bauhof intensiv kontrolliert.

Wird ein Befall auf öffentlichen Flächen festgestellt, kümmert sich der gemeindliche Bauhof um die fachgerechte Entfernung. Die Beseitigung der Nester erfolgt durch Fachkräfte unter Einhaltung der notwendigen Schutzmaßnahmen.

Deutliche Kennzeichnung der Bäume durch den Bauhof
Nach Eingang einer Meldung kennzeichnet der Bauhof befallene Bäume im öffentlichen Bereich nach kreisweit einheitlicher Regelung mit einem gelben „E“. So sollen betroffene Stellen für die Öffentlichkeit deutlich erkennbar sein. Nach der erfolgreichen Entfernung der Nester wird das gelbe „E“ mit blauer Farbe übersprüht.

Regelung für Privateigentümer
Befinden sich befallene Bäume auf Privatgrundstücken, sind die jeweiligen Eigentümer rechtlich selbst für die Gefahrenabwehr verantwortlich. Die Kosten für eine Reinigung müssen hier privat getragen werden. Wegen des hohen Gesundheitsrisikos sollten Betroffene niemals selbst Hand anlegen, sondern direkt einen Fachbetrieb engagieren.

Befall melden!
Um schnell reagieren zu können, ist die Verwaltung auf Ihre Hinweise angewiesen. Wenn Sie Gespinstnester entdecken, melden Sie diese bitte bevorzugt online über die Gemeinde-Homepage unter der Rubrik „Schaden + Mängel melden“. Für eine präzise Zuordnung hilft die genaue Ortsangabe oder idealerweise die Angabe von Koordinaten. Alternativ können Sie die Funde auch telefonisch unter der zentralen Rufnummer 05251/3888-0 durchgeben.

Die Verwaltung bittet alle Borchenerinnen und Borchener, in der Natur achtsam zu sein, um sich und andere zu schützen.