Sprungmarken
Suchen
Suche
Suche
Dynamische Navigation einblenden Dynamische Navigation ausblenden
Sie befinden sich hier:
Startseite
Bauen & Wirtschaft
IKEK

IKEK

Borchen erstellt ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept

Sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und die drängendsten Fragen der Kommunalentwicklung beantworten – das ist die Zielsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (kurz: IKEK) mit dem Namen „Borchen 2025“. Mit dem IKEK sollen die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Eigenarten von Borchen mit seinen fünf Ortsteilen langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Dabei werden alle wichtigen Themen auf den Tisch gebracht: Von der Verkehrsanbindung bis zur Ortskernentwicklung, vom Einzelhandel bis zu Maßnahmen für ein generationsübergreifendes Miteinander und Einbindung Zugezogener.

In Borchen ist vorgesehen, bis Herbst 2017 das kommunale Entwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung aus allen Ortsteilen zu erarbeiten. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten zehn Jahre sollen Ziele und Leitbilder für die Gemeindeentwicklung benannt und als Schwerpunkt Projekte in Handlungsfeldern erarbeitet und bis zur Realisierungsreife konkretisiert werden.

Mit dem IKEK wird für das gesamte Gemeindegebiet ein umsetzungsorientiertes und über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstehen, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Ein stimmiges Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des Entwicklungskonzeptes aufbauen, werden somit nachhaltig erreicht.

Was genau ist ein IKEK?

IKEK steht, wie oben erwähnt, als Abkürzung für den etwas sperrigen Begriff „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“. Diese Konzeptart und Vorgehensweise ist in NRW neu. Es bezieht sich in seiner Perspektive auf das gesamte Gebiet einer Kommune, also in der Regel den Kernort(en) sowie die einzelnen Ortslagen, wobei jede Ortslage oder Ortsgruppe mehrerer Dörfer einen eigenen Untersuchungsraum bilden, die im Konzept zusammengeführt werden. Das IKEK ist unter Beteiligung von Organisationen, Institutionen, Verbänden, Verwaltung, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten und muss laut einer entsprechenden Richtlinie des Landes NRW mindestens folgende Punkte enthalten:

  • Bevölkerungsstrukturen der Gesamtkommune und der einzelnen Ortsteile (bisherige Entwicklung, Altersstruktur und Prognose)
  • Aussagen zur städtebaulichen Entwicklung, ebenfalls für die Gesamtkommune und einzelne Ortsteile (Baugebiete, Leerstand, Baulücken)
  • Aussagen zur sozialen und technischen Infrastruktur
  • Profile der einzelnen Ortsteile mit Stärken-Schwächen, Einschätzung der Zukunftsfähigkeit und deren Beitrag zur gesamtkommunalen Entwicklung
  • eine gesamtkommunale Stärken- und Schwächen-Analyse
  • die Definition von gesamtkommunalen und lokalen Schwerpunkten/Handlungsfeldern sowie
  • die Darstellung von Entwicklungszielen und Leitprojekten.

Und nicht zuletzt geht es beim IKEK auch um Geld, denn: Dorfentwicklungsmaßnahmen in NRW werden künftig nur noch dann attraktiv gefördert, wenn sie Bestandteil eines durch die Bezirksregierung anerkannten IKEKs sind, das maximal fünf Jahre alt ist. Besitzt Borchen also ein IKEK, besteht die Chance, aus Mitteln der Dorferneuerung Zuschüsse für die Umsetzung von privaten und öffentlichen Projekten aus diesem Konzept zu erhalten und hohe Fördersätze zugesprochen zu bekommen. Die Erstellung des Konzeptes wird bereits aus Landesmitteln gefördert.

Wer kann mitmachen?

Der Erstellungsprozess des IKEKs richtet sich explizit an alle Borchener Einwohner, egal ob jung oder alt bzw. zugezogen, Vereinsvertreter oder Mitarbeiter einer Einrichtung, egal in welchem Ortsteil lebend. In den anstehenden bürgernahen Sitzungen werden Vertreter der Gemeinde mit dabei sein, ebenso die den Prozess begleitenden Planungsbüros Agentur Altrogge und planinvent. So findet eine ganz neue Form der Kooperation und des Austausches statt. Neue, spannende Zusammensetzungen von Akteuren und Gruppen werden dabei entstehen.

Fazit: wer sollte bessere Ideen und Lösungen zur Zukunftsplanung von Borchen haben als die Menschen, die dort leben? Ohne Sie geht es also nicht!

Was passiert in den nächsten Monaten in Borchen?

Los geht es am Mittwoch, 29. März 2017 um 19 Uhr im Bürgerhaus Kirchborchen zunächst mit einer Auftakt- und Informationsveranstaltung, bei der das Instrument IKEK vorgestellt wird und Gelegenheit besteht, Fragen zu klären. Die Teilnehmer sollen sich zudem direkt aktiv mit einbringen und ihren Blick auf ihr Dorf und Borchens Gesamtlage schildern: Was macht die Gemeinde und ihre Ortsteile lebenswert, wo drückt möglicherweise der Schuh? Was sind aus bürgernaher Perspektive die wichtigsten Themen für die nächsten Jahre?

Die Erkenntnisse dieser Auftaktveranstaltung werden aufbereitet und dienen als Grundlage für nachfolgende Workshops und Werkstätten, in denen die Leitbilder und die Entwicklungsstrategie für Borchen formuliert werden. In weiteren Arbeitskreisen können interessierte Akteure, ob jung oder alt, konkrete Maßnahmen und Projekte für eine spätere Umsetzung erarbeiten.

Im Herbst werden die Ergebnisse des IKEK-Prozesses öffentlich vorgestellt. Insgesamt sind für die Erstellung des IKEK etwa acht Monate eingeplant.

 

Termine

Hier finden Sie eine Übersicht über alle bereits feststehenden Termine, die im IKEK-Prozess vorgesehen sind:

30.08.2017, 18:30 Uhr
großer Sitzungssaal im Rathaus der Gemeinde Borchen

Sie möchten über kommende Termine und andere Neuigkeiten aus dem IKEK-Prozess informiert werden? Dann melden Sie sich bei der Gemeinde Borchen, Kim Risse, E-Mail: kim.risseborchende, Tel. (05251) 3888-135, oder bei der Agentur Altrogge in Salzkotten-Upsprunge, E-Mail: infoagentur-altroggede, Tel. 05258-935856-8. Man nimmt Sie dort in den E-Mail-Verteiler auf und nimmt auch gerne Anregungen und konkrete Projektideen entgegen.

Suchen
Suche
Suche