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Kurzportrait "Das neue Borchen"

Daten & Fakten auf einen Blick



Entstehung

Das traditionsreiche Amt Kirchborchen mit den damals auch zugehörigen Dörfern Dahl und Wewer ging mit der landesweiten Neugliederung leistungsfähiger Großgemeinden unter. 1975 entstand die kommunalpolitische Schöpfung "Gemeinde Borchen" mit seinen Ortschaften Alfen, Etteln, Dörenhagen, Kirch- und Nordborchen mit dem Ziel, eine wirkungsvollere Finanz- und Verwaltungskraft durch die größere Gebietskörperschaft zu erreichen. Die bisherige Selbständigkeit der kleinen Orte endete und die kleinen Schreibstuben wurden aufgelöst. An die Stelle der bisherigen Gemeindevertretungen trat ein einheitlicher Rat und die Standesämter in Dörenhagen und Etteln wurden ebenfalls aufgelöst. Am 18. September 1975 erhielt die Gemeinde ihr offizielles Wappen.



Politische Entwicklung

Bei allen Kommunalwahlen war die CDU die stärkste Partei und errang stets die absolute Mehrheit der Sitze im Rat. Als stärkste Partei stellte die CDU somit auch immer den Bürgermeister. Seit 1984 beteiligt sich die Freie Wählergemeinschaft Borchen an den Kommunalwahlen und die FWB deckt vor allem das ökologisch und sozial ausgerichtete Wählerpotential ab. Die Verwaltung der neuen Gemeinde wurde hauptsächlich aus dem Personal des aufgelösten Amtes Kirchborchen gebildet. Viele sahen in der kommunalen Neugliederung einen Verlust an Bürgernähe und weitgehender örtlicher Selbstbestimmung. So wurde die Gemeinde in 5 Bezirke den Ortschaften entsprechend gegliedert und für jeden Bezirk ein Ortsvorsteher gewählt, der die Belange der Ortschaft dem Rat gegenüber wahrnimmt.

Die Bürgermeister seit 1975:

1975 - 1979 Johannes Stute
1979 - 1992 Aloys Lengeling, seit 1993 Ehrenbürgermeister
1992 - 1993 Johannes Bode
1993 - 1999 Bodo Kaiser
1999 - 2009 Heinrich Schwarzenberg
seit 2009 Reiner Allerdissen

Die Gemeindevorsteher:

1975 - 1979 Josef Schulte, vorher Amtsdirektor Kirchborchen seit dem 01.08.1964
1979 - 1999 Bernhard Riepe

Die Ortsvorsteher:

Alfen:
1975 - 1989 Bernhard Hüster
1989 - 2008 Josef Lüke
seit 2008 Konrad Hansmeier

Dörenhagen:
1975 - 1984 Paul Buschmeier
1984 - 1994 Hubert Amedick
1994 - 2009 Klaus Winkler
seit 2009 Heinrich Rebbe

Etteln:
1975 - 1994 August Agethen
1994 - 2009 Friedhelm Rustemeier
seit 2009 Andreas Voss

Kirchborchen:
1975 - 1979 Adolf-Herbert Staffen
1979 - 1999 Johannes Sander
seit 1999 Hans-Josef Fromme

Nordborchen:
1975 - 1979 Walter Bleischwitz
1979 - 1984 Franz Tölle
1984 - 1989 Josef Kemper
1989 - 1999 Franz Koch-Bertram
1999 - 2009 Ernst Meyer
seit 2009 Harald Kuhnigk




Die Einwohnerentwicklung:

Der Einwohnerzuwachs der Gemeinde Borchen liegt im Land NRW ständig über dem Durchschnitt, manchmal sogar an der Spitze. Einerseits führte die Aufnahme deutschstämmiger Aussiedler zu dem Zuwachs, andererseits aber auch die Nähe zu Paderborn (Arbeitsplätze), die gute Infrastruktur und das günstige Bauland. Aus der Übersicht, in der nur die Hauptwohnsitze berücksichtigt sind, können Sie die Entwicklung entnehmen:

1975
9.089 Einwohner
1980
10.186 Einwohner
1985
10.713 Einwohner
1990
10.945 Einwohner
1995
12.248 Einwohner
2000
12.931 Einwohner
2007
13.486 Einwohner
2008
13.527 Einwohner
2009
13.420 Einwohner




Bauliche Entwicklung

Die ständig wachsende Einwohnerzahl ließ in allen Ortsteilen neue und attraktive Neubaugebiete entstehen, vor allem in Kirch- und Nordborchen, die immer stärker aneinanderrücken und räumlich kaum noch zu trennen sind. Der folgenden Tabelle können Sie die erteilten Baugenehmigungen für Wohngebäude in den einzelnen Ortsteilen entnehmen:

Ort
77/78
79/80
81/82
83/84
85/86
87/88
89/90
91/92
93/94
95/96
97/98
99/00
01/02
03/04
05/06
bis April 07
Alfen
20
21
17
14
5
15
15
17
14
15
30
16
19
14
20
4
Dörenhagen
7
8
5
2
4
6
14
12
23
22
25
4
8
26
13
2
Etteln
9
12
14
4
7
9
6
12
14
12
7
4
11
16
5
1
Kirchborchen
39
24
7
18
6
18
19
14
22
22
69
8
61
65
26
4
Nordborchen
41
23
20
19
22
29
45
48
52
33
37
49
20
46
20
3

Dieser Tabelle können Sie die Bauanträge für neue gewerbliche Einrichtungen in der Gesamtgemeinde Borchen entnehmen:

Ort
97/98
99/00
01/02
03/04
05/06
bis April 07
Gemeinde Borchen
15
12
23
14
14
1

Einen Überblick über Erweiterungen und Umbauten der ansässigen Gewerbebetriebe in der Gemeinde Borchen können Sie sich anhand dieser Tabelle verschaffen:

Ort
97/98
99/00
01/02
03/04
05/06
bis April 07
Gemeinde Borchen
28
23
32
34
35
3




Öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur

Die wachsende Gemeinde Borchen passte über die Jahre ihre öffentlichen Einrichtungen an den steigenden Bedarf an. Die Schulen mussten erweitert werden und jeder Ortsteil erhielt eine Grundschule, ebenfalls wurde die Anzahl der Kindergartenplätze durch Neubau und Erweiterung von Einrichtungen angepasst.
Die Löschzüge erhielten neue Gerätehäuser, die Fahrzeuge wurden durch größere, moderne ersetzt und 1991 erhielt Kirchborchen erstmals eine Drehleiter mit einer maximalen Rettungshöhe von 25 m. Friedhöfe wurden erweitert, Gemeindehallen errichtet und 1984 wurde das neue Rathaus fertiggestellt. Aufgrund der Hochwasserkatastrophen wurden Regenrückhaltebecken gebaut und Flüsse begradigt.
Die Versorgung des steigenden Wasserbedarfs übernahmen ab 1977 die Stadtwerke Paderborn (heute die e.on Westfalen-Weser AG) und im Zuge dieser Änderung wurden die Ortschaften der Gemeinde Borchen im Laufe der Jahre auch an das Erdgasnetz angeschlossen - zuletzt 1994 auch Dörenhagen.
Besonderes Engagement erforderte die Abwasserversorgung. Die Reinigungskapazitäten wurden knapp und die Umweltanforderungen stiegen, so kam es in den Jahren 1975 - 1993 zu mehrfachen Erweiterungen und Neubauten der Kläranlagen.
Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur spielt der Bau der A 33 - Fertigstellung 1989 - eine wichtige Rolle. Einerseits schaffte die Autobahn eine wichtige Umgehungsfunktion, zum anderen wurde die Gemeinde Borchen durch den Anschluss an das Autobahnnetz ein attraktiver Wirtschaftsstandort.
Innerorts wurden viele Straßen verkehrsberuhigt, Maßnahmen zur Dorferneuerung sollen den Charakter der Orte bewahren und im Rahmen der Denkmalpflege wurden viele Gebäude erhalten und saniert.



Wirtschaftsstruktur

Landwirtschaft, Handwerk, Handel und Gewerbe haben über die Jahre ihre Bedeutung behalten, allerdings haben sich die Schwerpunkte verschoben. Die Landwirtschaft bewirtschaftet zwar die gleiche Fläche, allerdings mit längeren periodischen Abständen der Flächenstilllegung. Die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe ist bis heute um ein Drittel zurückgegangen und die Anzahl der Beschäftigten hat sich in etwa halbiert. Im Gegensatz dazu haben sich seit 1975 die anderen Gewerbezweige weit mehr als verdoppelt, wobei es sich überwiegend um kleinere und mittlere Betriebe handelt.
Durch den Bau des Gewerbegebietes an der A 33 ist ein Ansatz zur Ansiedlung weiterer großer Betriebe gemacht und die Entwicklung ist bereits tendenziell positiv.
Die Gemeinde Borchen ist aufgrund ihrer günstigen Lage mitten in Deutschland und dem Anschluss an die bedeutenden Ballungsräume Europas ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Die komfortable Infrastruktur durch die Nähe zum Flugplatz Paderborn / Lippstadt, ihrer direkten Anbindung an die A 33 und dem nahen Bahnhof mit ICE- bzw. Intercity-Netz ergibt die Anbindung an nationale und internationale Wirtschaftszentren und bietet somit beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftsansiedlung. Sehr günstige Grund- und Gewerbesteuern runden den Wirtschaftsstandort Borchen ab. Zeitgemäße Gewerbegebiete mit branchenreichen und zukunftsorientierten Anbietern profitieren schon jetzt davon.



Patenschaften und Ehrenbürger

Seit dem 24.06.1978 besteht eine Patenschaft zum Nachschubbatallion 7, einer Kompanie der Bundeswehr in Augustdorf. Am Tag der Wiedervereinigung, am 03.10.1990 wurde die Patenschaft mit Sperenberg in Brandenburg begründet. Borchens einziger Ehrenbürger war der Rektor August Kleinschmidt, der am 01.11.1989 im Alter von 92 Jahren verstorben ist. In das Amt des Ehrenbürgermeisters wurde durch Ratsbeschluss vom 20.09.1993 Aloys Lengeling berufen, der das Bürgermeisteramt in Borchen von 1979 bis 1992 ausgeübt hat.



Zukunft

Die Gemeinde Borchen verfügt über Zukunftsplanungen verschiedener Art. Der Flächennutzungsplan, Schulentwicklungsplan, die Dorferneuerungsplanung und die Verkehrsplanung sind als wichtigste zu nennen. Diese Planungen gelten als Rahmen für Wege und Ziele, geben aber auch die Möglichkeit, flexibel auf Veränderungen und Bedürfnisse zu reagieren. Die Gemeinde Borchen wird weiter wachsen. Dafür werden mit diesen Plänen Voraussetzungen für weitere unbelastete Wohngebiete und neue Arbeitsplätze geschaffen.


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