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Einsatz von Lüftungsanlagen an den Borchener Schulen

Einsatz von Lüftungsanlagen an den Borchener Schulen

Sehr geehrte Eltern,

bereits seit dem letzten Jahr begleiten uns die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie Tag für Tag.
Die notwendigen Schulschließungen haben insbesondere die Kinder und natürlich Sie als Familie vor immer neue Herausforderungen gestellt. Kinder durften ihre Freunde nicht sehen und Sie als Eltern fanden sich plötzlich zwischen Homeschooling und Homeoffice wieder.

Momentan beobachten wir gespannt die weitere Entwicklung der Pandemie und Sie fragen sich zu Recht, inwieweit sich eine mögliche 4. Welle auf den Schulalltag auswirken wird. Ziel der Landesregierung ist es weiterhin, die Schulen möglichst lange im Präsenzunterricht betreiben zu können. Dies soll u.a. durch den Einsatz der sog. Lolli-Tests sowie die Beibehaltung der Maskenpflicht weiterhin gewährleistet werden.

Aber natürlich sorgen Sie sich auch zurecht um die Gesundheit Ihrer Kinder. Diese Sorge nehme ich sehr ernst, deshalb ist es mir als Bürgermeister der Gemeinde Borchen auch wichtig, Sie über die aktuellen Entscheidungen in Bezug auf den Einsatz von Lüftungs- und/oder Luftfilteranlagen zu infor-mieren, aber auch deutlich zu machen, welche Gründe die Entscheidungsfindung beeinflusst haben.

Bereits im letzten Jahr wurde geprüft, ob es Unterrichts- oder Gruppenräume gibt, die sich nicht durch Öffnen der Fenster lüften lassen. Solche Räume gibt es in den kommunalen Einrichtungen nicht.

Das Umweltbundesamt teilt Schulräume aus innenraumhygienischer Sicht in drei Kategorien ein:

  1. Räume mit guter Lüftungsmöglichkeit (raumlufttechnische Anlage und/oder Fenster weit zu öff-nen) (Kategorie 1). Diese Voraussetzungen sind bei der Mehrzahl der Schulräume gegeben.
  2. Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit (keine raumlufttechnische Anlage, Fenster nur kippbar bzw. Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt) (Kategorie 2). Erhebungen in zwei Bundesländern zufolge liegt der Anteil solcher Klassenräume bei rund 15 bis 25 Prozent.
  3. Nicht zu belüftende Räume (Kategorie 3)

(Quelle: Internetseite des Bundesumweltamtes)

Die Unterrichts- und Gruppenräume der Schulen der Gemeinde Borchen gehören somit in die Kategorie 1.

Auf der Seite des Bundesumweltamtes heißt es weiterhin, dass „in Räumen der Kategorie 1 der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte nicht notwendig ist, wenn ein Luftaustausch entweder durch regel-mäßiges Stoß- und Querlüften oder durch raumlufttechnische Anlagen gewährleistet wird.“
(Quelle: Internetseite des Bundesumweltamtes)

Die immer wieder in den Medien genannten Förderprogramme für Luftfiltergeräte und/oder raumluft-technische Anlagen beziehen sich auf Räume der Kategorie 2 oder 3. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Klassen- und Gruppenräume in Schulen und Kindergärten der Gemeinde Borchen natürlich lüften lassen und auch ein Stoß- und Querlüften möglich ist, fallen unsere Gebäude nicht unter die aktuellen Förderrichtlinien.

Wichtig für die Bewertung eines Einsatzes von Luftfiltergeräten ist neben den Förderrichtlinien aber auch der verbindliche Hinweis, dass Luftfiltergeräte das Lüften nicht ersetzen. Auch die AHA-Regel wird durch den Einsatz von Luftfiltergeräten nicht außer Kraft gesetzt.

Um Lehrer(innen) und Erzieher(innen) etwas mehr Sicherheit im Umgang mit dem richtigen Lüftungs-verhalten zu geben, wurden Ende letzten Jahres für die gemeindlichen Schulen und Kindergärten CO2-Ampeln angeschafft und in Klassen- und Gruppenräumen aufgehängt. Die Rückmeldungen hierzu sind positiv.

Aufgrund der nach wie vor geltenden Regelungen und Empfehlungen wird in den kommunalen Einrichtungen der Gemeinde Borchen auf die AHA-Regelung in Ergänzung mit dem Fensterlüften gesetzt. Durch die Hygienekonzepte der Schulen und Kindergärten und den verantwortungsvollen Um-gang aller Beteiligten, kann man für die letzten Wochen vor den Sommerferien im „Regelbetrieb“ ver-merken, dass kein positiver Corona-Fall aufgetreten ist.

Die Verwaltung beobachtet nach wie vor die technischen Entwicklungen. Sie steht auch im Austausch mit anderen Kommunen, um gemeinsam den gleichen Informationsstand zu haben. Die Prüfung möglicher Maßnahmen erfolgt unter dem Aspekt des möglicherweise zu erzielenden Nutzens. Schon allein aufgrund der schnellen Entwicklungen und immer wieder neuen Erkenntnissen ist dies ein laufender Prozess.

Mir und allen Beteiligten ist klar, dass es sich um ein emotionales und dynamisches Thema handelt und aufgrund ständig neuer Informationen auch schnell Verunsicherungen entstehen können. Es ist aber auch niemandem geholfen, wenn ohne Blick auf Sinnhaftigkeit Geräte und Anlagen angeschafft werden.
Gemeinsam mit den Lehrkräften entwickeln wir situationsgerechte Lösungen und haben auch immer ein offenes Ohr für Sie als Eltern.

Ich hoffe, mit diesen Informationen Ihren Sorgen ein wenig entgegengewirkt zu haben.

Mit Ihrer Unterstützung, unter Einhaltung der AHA-Regeln, mit dem Einsatz der CO2-Ampeln, der Fortsetzung des Lolli-Testverfahrens und den aktuellen Lüftungsmöglichkeiten in den einzelnen Klassenräumen haben wir viele Mittel und Wege, gemeinsam die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start in das neue Schuljahr.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Gockel
Bürgermeister

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