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Borchen mit großem Blühflächenprogramm

Borchen mit großem Blühflächenprogramm

Gockel: "Wir wollen unsere Gemeinde zum Blühen bringen"

Auch in diesem Jahr wird im Kreisgebiet wieder ein großes Blühflächenprogramm gegen das Insektensterben umgesetzt. Nachdem bereits 2019 und 2020 durch die von der Naturschutz-Stiftung Senne initiierte und vom Kreis Paderborn geförderte interkommunale Arbeitsgemeinschaft „Wildblumen gegen Insektensterben“ zahlreiche Flächen in innerstädtischen Parks und Grünanlagen in den Städten Paderborn, Bad Lippspringe, Hövelhof und Salzkotten angelegt wurden, hatten 2021 zusätzlich auch die Städte Büren, Bad Wünnenberg und Delbrück rund 11.000 qm Blühfläche eingesäht. In diesem Jahr beteiligt sich neben Bad Wünnenberg und Delbrück sowie privaten Kooperationspartnern vor allem die Gemeinde Borchen an der kreisweiten Kampagne gegen das Insektensterben. Zum Auftakt hatte Bürgermeister Uwe Gockel Landrat Christoph Rüther und die Vorsitzenden der Naturschutz-Stiftung, Dieter Honervogt und Karl-Heinz Rawert, nach Borchen eingeladen, wo in der Nähe des Mallinckrodthofes die erste neue Fläche in Borchen angelegt wurde.

„Auch unter den Einschränkungen der Corona-Zeit darf der Natur- und Artenschutz nicht zu kurz kommen. Deshalb wollen wir in Borchen hier auch „nicht kleckern, sondern klotzen“ und in allen Ortsteilen große Blühflächen anlegen“, so Gockel. In Abstimmung mit dem Umweltamt des Kreises sind von der Gemeinde 7 wohngebietsnahe Flächen mit rund 10.500 qm herausgesucht worden, die jetzt mit dem speziell für den Paderborner Raum entwickelten „Paderborner Wildblumenmischung“ eingesäht werden. Das Regionalsaatgut wird von Insekten besser angenommen als das im Handel erhältliche und wird im Rahmen der Aktion „Der Kreis Paderborn blüht und summt“ den kreisangehörigen Städten und Gemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt. Landrat Christoph Rüther zeigte sich erfreut darüber, dass sich erneut eine weitere kreisangehörige Gemeinde der Aktion angeschlossen hat. „Der Natur- und Artenschutz ist schon immer ein Schwerpunkt des Kreises gewesen und wir wollen hier gern auch weiter Vorreiter sein. Deshalb war es für mich auch keine Frage, dass wir die Aktion „Der Kreis blüht und summt“ fortführen werden“, so der Landrat. Neben der Förderung innergemeindlicher Blühflächen wird der Kreis auch in diesem Jahr wieder den kreisangehörigen Gemeinden Saatguttütchen zur Verfügung stellen, die kostenlos an die Bevölkerung abgegeben werden sollen.

Die Naturschutz-Stiftung Senne hatte angesichts des UN-Berichtes über das weltweite Artensterben und die wissenschaftlichen Nachweise über den dramatischen Rückgang von 76 % der Biomasse von Fluginsekten in Deutschland mit Unterstützung des früheren Landrats Manfred Müller 2019 die ersten Kommunen im Kreisgebiet für ein gemeinsames Blühflächenprogramm gewinnen können. Sie stellt den beteiligten Städten auch in diesem Jahr wieder „Blühschilder“ zur Verfügung, die auf das Projekt hinweisen und private Gartenbesitzer zum Mitmachen anregen sollen .„Wenn die Kommunen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und Bienen und anderen Insekten im Stadtgrün wieder Nahrung geben, werden auch Privatleute mitmachen, sind sich die Initiatoren sicher. Dafür sind die Flächen in Borchen wegen ihres Demonstrationscharakters sehr gut geeignet“, beschreibt der Vorsitzende Dieter Honervogt eine Zielsetzung des Blühflächenprogramms.

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